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Sonderausstellungen im Deutschen Stuhlbaumuseum

Kein Tag ohne Linie – Das Schaffen des Rabenauer Grafikers Armin Münch

  bis Ende Oktober 2020

Anliegen

Bei der nahezu unübersehbaren Fülle von Zeichnungen, die Armin Münch zu den unterschiedlichsten Themen, zu Problemen der Geschichte oder zur Literatur geschaffen hat, ist es schier unmöglich in nur einer Ausstellung einen umfassenden Einblick in sein Schaffen zu geben.
Wir sind uns deshalb des Ausschnitthaften einer solchen Präsentation bewusst und doch würdigen wir mit der Ausstellung die künstlerische Arbeit von Armin Münch, der am 1. Mai 2020 90 Jahre alt geworden wäre.
Überwiegend zeigen wir Arbeiten zu Rabenauer Themen, denn von den Sagen und Mythen um Rabenau war Münch begeistert, genauso wie von der zauberhaften Landschaft, die Höhen und Tiefen zu bieten hat, die gebeutelt wurde von Kriegen und Nöten und doch immer wieder friedlich anzusehen war.
„Hab Mut zur Farbe“, soll sein Lehrer Hanns Stein einst zum Schüler Armin Münch gesagt haben, „Farbe leuchtet bringt Stimmung“. Wie aber sollte er diesen Mut und die Fröhlichkeit aufbringen?
Bunt werden konnte Armin Münch nicht wirklich und wollte es auch nicht, nicht er, der als 15jähriger das Inferno der Bombennacht von Dresden miterlebte und der – zum „Aufräumen“ geschickt – später traumatisiert das Gesehene in seiner Kunst verarbeitete.
Doch Armin Münch ließ sich auf das Leben ein, lernte unermüdlich und lehrte selbst, war wissbegierig und fleißig, er schuf und schuf – unzählige und grafische Blätter. Nie vergaß er seine Heimat, blickte regelmäßig von der Ostseeküste nach Rabenau zurück und schaute tief in die Geschichte unserer kleinen Stadt. Die Ausstellung erinnert an einen großen Grafiker, der Getriebener seiner Gedanken und Erlebnisse war und für den ein Tag ohne das Zeichnen kein guter Tag war.

Für die freundliche Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Ausstellung bedanken wir uns bei: Marianne Münch, Wolfgang Münch, Reimar Börnicke und allen Mitarbeitern sowie unseren Vereinsmitgliedern.

Verein Deutsches-Stuhlbaumuseum Rabenau/Sa. e. V.

Holz-Kabinett

Das Holz-Kabinett im Stuhlbaumuseum unter dem Titel „Holz- Faszination und Nutzen“ wieder geöffnet.
Neben dem Teil der Ausstellung „Holz in seiner Schönheit und Vielfalt“ sehen Sie auch eine Holzsammlung von Harald Türke, erfahren Wissenswertes zu Xylotheken, und dürfen sich durch Kunstwerke, Grafik, Fotografie und didaktisches Material an der Faszination des Holzes erfreuen.
In Kürze werden wir auch die Nutzung von Holz im Stuhl- und Möbelbau vorstellen und die didaktische Strecke erweitern.

Die  Xylotheken
(griech.: von xylon  - Holz und theke - Aufbewahrungsort)
Im 18. und 19. Jahrhundert erfuhr die „Naturkunde“ einen deutlichen Aufschwung. In dieser Zeit entstanden die ersten Spezialsammlungen nicht nur von Insekten und Vögeln, sondern auch von Holzarten. Diese Xylotheken genannten Sammlungen,  wurden in Form von Büchern gestaltet, deshalb auch die Bezeichnung Holzbibliothek.

Holzgestaltung Harald Türke
Harald Türke und Aglaja Hertling wohnen und arbeiten in einem 1791 gebauten Vierseithof bei Meißen. Beide berührt der Zauber des natürlich Gewachsenen, des Lebens. Das drücken sie nicht nur in ihrer Lebensweise, in der Liebe zum Natürlichen, sondern auch in ihrem Tun in der Werkstatt aus. Die Ästhetik ihrer Holzbücher strahlt die Liebe zum Detail aus und lässt uns stauen: wie schön ist doch ein Stück Holz: wie erstaunlich gewachsen, unterschiedlich in Farbe und Maserung.
ww.holzgestalter.com

Holz in seiner Schönheit und Vielfalt

Dr. paed. Christian Schmerler war seit 2004 ehrenamtlich und besonders engagiert in unserem Museum tätig. Er hat seit seinem Eintritt in das Berufsleben eine aktive Hinwendung zum Holz und dessen kunsthandwerkliche Bearbeitung entwickelt. Die hier ausgestellten Exponate wurden von ihm persönlich gefertigt. Mit seiner über 12 Jahre lang gezeigten Ausstellungen „Holz in seiner Schönheit und Vielfalt“ und Führungen im Stuhlbaumuseum trug er wirkungsvoll dazu bei, die Schönheit des in der Natur wachsenden Werkstoffes Holz zu vermitteln. Der Verein Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau ist Christian Schmerler zu großem Dank verpflichtet und möchte sein Andenken bewahren. Wir zeigen deshalb hier einen Teil seiner Exponate und geben damit Einblick in seine umfangreiche Sammlung, die weiterhin Bestand hat.
Informationen zu Chr. Schmerler und seinem Lebenswerk finden Sie unter www.holzfreund-schmerler.de