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Sonderausstellungen im Deutschen Stuhlbaumuseum

Rudolf Horn – Wohnen als offenes System

4.11.2019 bis 22.03.2020
Diese Ausstellung würdigt den Gestalter des MDW-Programmes (Montagemöbel Deutsche Werkstätten Hellerau) Rudolf Horn, der in diesem Jahr sein 90. Lebensjahr vollendete.
Rudolf Horn, in Waldheim (Sachsen) geboren, war viele Jahre Professor an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Die Montagemöbel der Deutschen Werkstätten, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Eberhard Wüstner 1966/1967 entwickelt hatte, waren sein erfolgreichstes Produkt.
Diese Montagemöbel setzten die Idee der Variabilität von Möbeln für den Kunden in der Praxis um. Das MDW-Programm gab den Nutzern die Möglichkeit, entsprechend seiner Bedürfnisse und Gegebenheiten, aus einem Baukasten die für ihn beste Variante auszuwählen – „Der Nutzer als Finalist“.
Aber nicht nur bezüglich der Gestaltung war das MDW-Programm etwas völlig Neues, auch hinsichtlich der Fertigung stellte es an die Arbeiter und Technologen der Deutschen Werkstätten neue Anforderungen. Es wurden keine fertig montierten Möbel mehr hergestellt, sondern nur noch „Bretter“. Tischler und Handel hatten ihre Schwierigkeiten mit dem innovativen Systemmöbel – doch viele Kunden waren und sind immer noch begeistert. Ob MDW nun Kultstatus hat, oder „nur“ Kulturgut ist – darüber können sich Gäste der Ausstellung selbst eine Meinung bilden.
Die Ausstellung zeigt neben vielfältigen Beispielen des MDW-Programmes auch Geschichten der jeweiligen Nutzer. Natürlich ist auch eine Version einer MDW-Wand im Original zu betrachten.
Im Stuhlbaumuseum ist bis zum 22. März 2020 die Geschichte dieses Erfolgsmöbels nachvollziehbar.

Begleitprogramm
24. November 2019, 15 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Rudolf Horn – Wohnen als offenes System“ im Stuhlbaumuseum Rabenau.
Im Anschluss: Gespräch zwischen dem Gestalter Rudolf Horn und Walter Scheiffele (Designtheoretiker)

12. Dezember 2019, 14. März 2020, 10 – 17 Uhr
Gemeinsam mit dem Design-Duo Chmara.Rosinke widmen wir uns den Gestaltungsprinzipien von Rudolf Horn und erarbeiten eigene, neue Ideen für eine moderne (Um-)Nutzung des MDW-Programms.
Die Workshops sind kostenlos. Anmeldung erforderlich unter Nils.Hilkenbach@skd.museum.

25. Januar 2020, 11 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellung

14. März 2020, 17 Uhr
Mit dem Gestalter Rudolf Horn und dem Design-Duo Chmara.Rosinke treffen zwei Generationen von Designern aufeinander. In einem spannenden Gespräch erfahren wir wie sich die Arbeit mit Design verändert hat, welche Themen heute wieder an Aktualität gewinnen und welche Herausforderungen über die Jahrzehnte geblieben sind.
Das Gespräch wird moderiert von Thomas Geisler (Direktor, Kunstgewerbemuseum).

„EISZEIT“ – Fotos von Sabine und Karl-Heinz Trippmacher

Sabine und Karl-Heinz Trippmacher aus Radebeul sind Freunde von Mathias Einert und ebenso wie er, begeisterte Fotografen. Für eine Ausstellung im Kabinett haben sie wunderbare Fotos zusammengestellt, die uns Schönheit und Zauber der Arktis vermitteln. Ab November 2019 zu sehen unter dem Titel „Eiszeit“.
Wir laden herzlich zum Besuch der Ausstellung ein.

Holz-Kabinett

Das Holz-Kabinett im Stuhlbaumuseum unter dem Titel „Holz- Faszination und Nutzen“ wieder geöffnet.

Neben dem Teil der Ausstellung „Holz in seiner Schönheit und Vielfalt“ sehen Sie auch eine Holzsammlung von Harald Türke, erfahren Wissenswertes zu Xylotheken, und dürfen sich durch Kunstwerke, Grafik, Fotografie und didaktisches Material an der Faszination des Holzes erfreuen.
In Kürze werden wir auch die Nutzung von Holz im Stuhl- und Möbelbau vorstellen und die didaktische Strecke erweitern.

Die  Xylotheken
(griech.: von xylon  - Holz und theke - Aufbewahrungsort)
Im 18. und 19. Jahrhundert erfuhr die „Naturkunde“ einen deutlichen Aufschwung. In dieser Zeit entstanden die ersten Spezialsammlungen nicht nur von Insekten und Vögeln, sondern auch von Holzarten. Diese Xylotheken genannten Sammlungen,  wurden in Form von Büchern gestaltet, deshalb auch die Bezeichnung Holzbibliothek.

Holzgestaltung Harald Türke
Harald Türke und Aglaja Hertling wohnen und arbeiten in einem 1791 gebauten Vierseithof bei Meißen. Beide berührt der Zauber des natürlich Gewachsenen, des Lebens. Das drücken sie nicht nur in ihrer Lebensweise, in der Liebe zum Natürlichen, sondern auch in ihrem Tun in der Werkstatt aus. Die Ästhetik ihrer Holzbücher strahlt die Liebe zum Detail aus und lässt uns stauen: wie schön ist doch ein Stück Holz: wie erstaunlich gewachsen, unterschiedlich in Farbe und Maserung.
ww.holzgestalter.com

Holz in seiner Schönheit und Vielfalt

Dr. paed. Christian Schmerler war seit 2004 ehrenamtlich und besonders engagiert in unserem Museum tätig. Er hat seit seinem Eintritt in das Berufsleben eine aktive Hinwendung zum Holz und dessen kunsthandwerkliche Bearbeitung entwickelt. Die hier ausgestellten Exponate wurden von ihm persönlich gefertigt. Mit seiner über 12 Jahre lang gezeigten Ausstellungen „Holz in seiner Schönheit und Vielfalt“ und Führungen im Stuhlbaumuseum trug er wirkungsvoll dazu bei, die Schönheit des in der Natur wachsenden Werkstoffes Holz zu vermitteln. Der Verein Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau ist Christian Schmerler zu großem Dank verpflichtet und möchte sein Andenken bewahren. Wir zeigen deshalb hier einen Teil seiner Exponate und geben damit Einblick in seine umfangreiche Sammlung, die weiterhin Bestand hat.
Informationen zu Chr. Schmerler und seinem Lebenswerk finden Sie unter www.holzfreund-schmerler.de