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Das Konfessionsdenkmal

Das Konfessionsdenkmal auf der König-Abert-Höhe, im Hintergrund sieht man Freital
Konfessionsdenkmal

Vom 25.-27.06.1830 beging das Land Sachsen die 300-jährige Jubelfeier der Übergabe der „Augsburgischen Konfession“, der wichtigsten Bekenntnisschrift der evangelisch-lutherischen Kirche. Die Rabenauer wollten sich ein Erinnerungsmal an dieses Ereignis schaffen und wählten als Platz dafür den 352,5 m hohen, völlig kahlen Galgenberg aus. Seit über 200 Jahren wurde die einstige Richtstatt nur noch als Weideland für Rinder, Ziegen und Schafe genutzt. So setzte man auf die Höhe einen Denkstein und umpflanzte ihn mit vier Bäumen. Damit war das erste Denkmal in der Gemarkung der Stadt entstanden.
Am Reformationstag 1832 richtete man auf dem Galgenberg an Stelle des 1830 gesetzten Denksteins das heute noch vorhandene Konfessionsdenkmal auf. Laut Aussage von 1970 sind in Sachsen nur 3 solcher Erinnerungsmale vorhanden.
1855, zum 325jährigen Bestehen der Augsburgischen Konfession wurde das Rabenauer Denkmal auf dem Galgenberg erneuert. Die Inschriften des Denkmals lauten:

  • Ostseite:
    Heil den Begründern, Dank den Vertheidigern der evangel. Glaubens-Freyheit!
  • Südseite:
    Zur dankvollen Erinnerung an die dritte evangel. Cofessions-Jubelfeyer d. 25., 26. und 27. Juni 1830
  • Westseite:
    d. 31. Octbr. 1832 errichtet – Erneuert d. 25. September 1855
  • Nordseite: Psalm 126, V. 3

1874 musste das Denkmal wegen der Errichtung der Restauration „König-Albert-Höhe“ seinen Platz verlassen. Es wurde ein Stück weiter hinter bis dicht an den Berghang gerückt, wo es noch heute steht.
1930, zur Feier der 400. Wiederkehr des Tages, an dem der Augsburger Religionsfriede abgeschlossen wurde, ließ der damalige Rabenauer Pfarrer Paul Sturm das stark beschädigte Konfessionsdenkmal auf dem Galgenberg erneuern. Der Gebirgsverein, Vorgänger unseres heutigen Heimatvereins, umpflanzte es wieder stellte Ruhebänke auf.

Quelle: Heimatverein Rabenau e.V.

Das diesjährige Reformationsjubiläum wurde zum Anlass genommen, das stark restaurierungsbedürftige Konfessionsdenkmal denkmalgerecht zu sanieren. Das direkte Umfeld der Konfessionssäule wird nach historischem Vorbild wieder hergerichtet. Zeitgleich wird der Aussichtspunkt Galgenberg neu umgestaltet. Der Bereich wird mit Sitzgelegenheiten, einer Wetterschutzhütte, Fernrohr sowie Informationstafeln und Darstellungen der Örtlichkeit ergänzt.

Die Einweihung des Konfessionsdenkmals – ein besonderer Tag für Rabenau

Keiner hatte mit solch traumhaftem Wetter am 17. September 2017 gerechnet. Waren die Tage zuvor doch schon recht stürmisch und kühl gewesen. Umso schöner war es, als die Besucher des Erntedankgottesdienstes von der festlich geschmückten Kirche zum Konfessionsdenkmal zogen und sich weitere zahlreiche Gäste (mehr als wir angenommen hatten) auf der Höhe einfanden. Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Denkmal nach historischen  Worten durch die Kirche und offiziellen Worten durch den Bürgermeister sowie durch den Beigeordneten des Landrates Herrn Weigel feierlich enthüllt. Im Anschluss nahm Pfarrerin Frau Kalettka die Segnung des Denkmals vor. Kulturell wurde die Feierlichkeit durch die Posaunenchöre Rabenau und Oelsa sowie durch den Chor der Stuhlbauerstadt Rabenau bereichert. Recht vielen Dank dafür. Aber nicht nur das Konfessionsdenkmal, sondern auch das Umfeld wurde von den Gästen in Augenschein genommen und positiv bewertet. Hoffen wir, dass es immer so schön bleibt, wie jetzt.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich
bei der Familie Hoffmann von der König-Albert-Höhe bedanken, welche die Getränke und die „Häppchen“ zu diesem besonderen Anlass gesponsert hat.

Impressionen: