Sonderausstellungen im Deutschen Stuhlbaumuseum

Gehauen in Holz und Stein

 „Gehauen in Holz und Stein“

12. März 2017 bis 11. Juni 2017

Wie viele Arbeitsschritte braucht es von der Zeichnung bis zur aus Stein gehauenen Figur oder dem steinernen Schmuckelement eines Hauses? Welche Werkzeuge braucht ein Bildhauer, um Holz so zu bearbeiten, dass feinste Muster oder filigrane Details an Skulpturen entstehen.

Basis für Bildhauerarbeiten aus Holz oder Stein sind der rohe Stamm oder der kantige Felsblock.
In vielen mühevollen Schritten entsteht dann das eigentliche Objekt.
Form, Farbe und Struktur lassen die Handwerker bei der Materialauswahl auf sich wirken und treten in einen Dialog mit ihrem Werkstoff. Das Aufzeichnen der Umrisse und  das  Aushauen des Materials gehören dazu wie die Gestaltung und Behandlung der Oberfläche.  Für Außenstehende ist es schwierig, den Prozess nachzuvollziehen -  aber gerade deshalb ist Bildhauerei hochinteressant.
Am Ende des Prozesses steht dann das Werk des Bildhauers  als eine Verbindung von freier Gestaltung, kunsthistorischer sowie maßgetreuer Vorgaben und handwerklicher Meisterschaft.
In der Gegend um Rabenau sind viele Zeugnisse der traditionellen Holzbildhauerei an Möbeln und speziell an Stühlen zu finden. Weil es oftmals Gebrauchsgegenstände waren, gelangten leider nicht viele von den Arbeiten der Bildhauer in Museen oder Ausstellungen, sondern wurden zu Privatbesitz oder sind Eigentum öffentlicher Auftraggeber.
Unsere Ausstellung zeigt zahlreiche Beispiele des Schaffens der Holzbildhauermeister  Walter Einert und Helfried Mende aus Rabenau.

Beide beherrschen solide Arbeitstechniken, weisen kreative und zeichnerisch perfekt dargestellte Entwürfe  auf und haben unschätzbare Erfahrungen im Laufe Ihres aktiven Arbeitslebens gesammelt.  Bodo Grimmer gibt als junger Steinbildhauer einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen und zeigt  seine eigene, besondere Beziehung zum Kunsthandwerk und zu seinem Werkstoff Stein.